Muss ich Überstunden machen?

Die allgemein übliche Arbeitszeit pro Tag beträgt acht Stunden, kann aber durch den Arbeitgeber auch auf zehn Stunden erhöht werden, wenn innerhalb von sechs Monaten ein entsprechender Ausgleich geschaffen wird. Darüber hinaus gibt es Branchen, die länger arbeiten, diese Mehrarbeit wird aber sofort wieder durch Freizeit ausgeglichen und hat mit Überstunden nichts zu tun.

Jede Arbeitsleistung, die über die vertraglich oder tariflich festgelegte tägliche Arbeitszeit hinausgeht, wird als Überstunden gewertet. Diese kann der Arbeitgeber verlangen, wobei es hierbei Regeln gibt:

1.       Die Anordnung von Überstunden durch den Arbeitgeber muss im Vertrag festgehalten sein. Besteht keine schriftliche Vereinbarung, kann der Arbeitnehmer die Leistung von Überstunden ablehnen.

2.       Sollte ein Notfall oder ein Engpass eintreten, dann ist der Arbeitnehmer auch ohne vorherige Absprache verpflichtet, Überstunden abzuleisten. Dies beruht auf dem Prinzip der vertraglichen Treue.

Überstunden müssen vergütet werden und zwar in der Höhe, in der auch die normale Arbeit bezahlt wird. Zuschüsse können vertraglich festgehalten werden, sind aber keine Pflicht. Sofern der Arbeitnehmer länger für seine Arbeit braucht, als der Arbeitgeber vorgegeben hat und dadurch Überstunden anfallen, ist der Arbeitgeber nicht zu einer Vergütung verpflichtet.

Netto-Brutto-Unterschied! Was ist das?

Wir werden immer wieder mit den Wörtern „Brutto“ und „Netto“ konfrontiert und immer wieder haben wir damit unsere Schwierigkeiten.

Dabei ist es gar nicht so schwer, wenn man sich eine Eselsbrücke macht: Brutto kommt ursprünglich vom Lateinischen „brutus“ und bedeutet „unrein“. Wer sich das merkt, der weiß, dass der Bruttolohn also das Gehalt ist, das noch mit Steuern und Abgaben versehen werden muss, also unrein ist. Erst wenn diese Abgaben abgezogen sind, wird das Nettogehalt daraus, also das reine Gehalt, das einem zur Verfügung steht.

Mit Brutto und Netto kommen wir in vielen verschiedenen Bereichen in Berührung: