Wie berechnet man die Lohnsteuer?

Jeder Arbeitnehmer kann einmal jährlich einen Lohnsteuerjahresausgleich machen. Dieser zeigt dem Finanzamt, ob der Arbeitnehmer Steuern nachzahlen muss (was eher selten der Fall ist) oder welche zurückbekommt.

Die Grundlage für die Lohnsteuer ist die jeweilige Klasse, in der man sich befindet:

  • Steuerklasse 1 ist für Ledige und Geschiedene
  • Steuerklasse 2 ist für Alleinerziehende, die einen Entlastungsbetrag bekommen
  • Die Steuerklassen 3, 4 und 5 sind für Verheiratete
  • Steuerklasse 6 braucht derjenige, der mehrere Jobs hat

Am einfachsten ist es, wenn die Freibeträge, die jeder Steuerklasse zugeordnet wurden, nicht überschritten werden. Dann muss nämlich keine Lohnsteuer gezahlt werden. Ansonsten richtet sich die Lohnsteuer nach der Höhe des Einkommens und wird mit Hilfe von Lohnsteuertabellen festgelegt. Pauschal kann gesagt werden: Wer mehr verdient, zahlt auch höhere Lohnsteuer. Jedoch kann das nicht pauschalisiert werden, da hierbei auch noch Werbungskosten zu berücksichtigen sind, die sehr unterschiedlich ausfallen können.

Während eines laufenden Arbeitsverhältnisses mit immer gleichem Einkommen, wird sich auch die Höhe der Lohnsteuer nicht verändern. Sie wird direkt vom Arbeitgeber einbehalten und ans Finanzamt weitergeleitet. Eine Zusammenfassung erhält man dann zu Beginn des Folgejahres, in der Brutto- und der Nettoverdienst aufgeführt sind, und somit auch die Lohnsteuer. Hat man nun arbeitsbedingte Ausgaben, kann man durch den Lohnsteuerjahresausgleich Geld zurück erhalten.

Lohnsteuerabgabe selbst berechnen

Wer seine Lohnsteuerabgabe selbst berechnen möchte, beispielsweise, weil er eine Gehaltserhöhung bekommt oder den Arbeitgeber wechselt, der kann Lohnsteuerrechner online befragen, die folgende Daten benötigen:

  • Geburtsjahr
  • Steuerklasse
  • Kirchensteuer
  • Kinder unter 18
  • Jahresbruttolohn
  • Versorgungsbezüge
  • Rentenversicherung
  • Krankenversicherung
  • Pflegeversicherung
  • Freibeträge