Urlaubsanspruch bei Kündigung

Laut Gesetz haben Arbeitnehmer bei einer 6-Tage-Woche einen Urlaubsanspruch von 24 Tagen im Jahr. Werden nur fünf Tage gearbeitet, dann reduziert sich der Urlaubsanspruch auf 20 Tage. Dies ist das Minimum, das der Arbeitnehmer erhält, Sonderregelungen, die mehr Urlaubstage im Jahr beinhalten, sind jederzeit möglich.

Den vollen Urlaubsanspruch hat man allerdings erst, wenn man sechs Monate in der jeweiligen Firma arbeitet, davor beträgt der Anspruch monatlich jeweils 1/12 des Jahresurlaubs. Diese Regelung ist vor allem dann wichtig, wenn eine Kündigung ausgesprochen wird. Dabei ist es egal, ob der Arbeitgeber kündigt oder der Arbeitnehmer.

Kündigung und Urlaub

Da Kündigungen nicht immer zum Jahresende hin gestellt werden, sondern auch schon unterm Jahr wirksam werden, ist folgende Regelung zu beachten:

  1. Wird die Kündigung zum oder vor dem 30.06. wirksam, dann erhält der Arbeitnehmer einen Urlaubsanspruch von 1/12 pro vollem Beschäftigungsmonat. Wird also beispielsweise zum 30.04. gekündigt, bekommt man bei 24 Tagen Urlaub im Jahr, den anteiligen Urlaub für die Monate Januar bis April (24:12×4=8 Tage). Genauso verhält es sich, wenn man während der ersten sechs Monate kündigt oder gekündigt wird, somit also noch nicht den vollen Urlaubsanspruch hat.
  2. Arbeitnehmer, die nach dem 30.06. kündigen oder gekündigt werden, haben dagegen den vollen Urlaubsanspruch. Egal, ob der Kündigungszeitpunkt der 31.07. oder der 31.12. ist, es steht einem somit immer der volle Jahresurlaub zur Verfügung.

Kann der Urlaub der Kündigung wegen nicht mehr genommen werden, muss der Urlaubsanspruch abgegolten werden.

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