Wie viel Urlaub steht mir zu?

Der Gesetzgeber hat geregelt, dass jedem Arbeitnehmer 24 Tage Urlaub im Jahr zustehen.

Dabei handelt es sich um Werktage, Sonn- und Feiertage sind davon ausgenommen. Der Samstag gehört zu den Werktagen und muss bei der Urlaubsberechnung berücksichtigt werden.

Allerdings gibt es bei dieser Urlaubsregelung auch Ausnahmen:

  1. Handelt es sich beim Arbeitsverhältnis um eine 5-Tage-Woche (Montag bis Freitag), dann verringert sich der gesetzliche Anspruch auf Urlaub auf 20 Tage. In diesem Fall zählt der Samstag auch nicht als Urlaubstag. Analog dazu sind es bei einer 4-Tage-Woche nur noch 16 Urlaubstage. Bei der Berechnung geht man immer von 24 Urlaubstagen aus, die durch sechs Arbeitstage geteilt werden müssen. Danach multipliziert man das Resultat mit den Arbeitstagen pro Woche und erhält den eigenen Urlaubsanspruch.
  2. Nicht jeder Arbeitnehmer hat auch sofort ab Beginn des Beschäftigungsverhältnisses einen Urlaubsanspruch. Dieser tritt bei einer neuen Beschäftigung frühestens nach sechs Monaten in Kraft. Sonderabsprachen sind möglich. Innerhalb dieser sechs Monate beträgt der Urlaubsanspruch 1/12 des Jahresurlaubes.
  3. Sonderregelungen gibt es für Jugendliche unter 18 Jahren (unter 16: 30 Tage, unter 17: 27 Tage, unter 18: 25 Tage), für Behinderte (Zusatzurlaub von einem Tag pro Arbeitstag in der Woche) und für Arbeitnehmer im Erziehungsurlaub bzw. während der Elternzeit (Verringerung um 1/12 je Kalendermonat).
  4. Mehr Urlaubstage können vertraglich geregelt werden.

Es ist im Übrigen irrelevant, ob man einen 8-Stunden-Tag hat oder nur vier Stunden arbeitet. Der Urlaubsanspruch bleibt gleich.

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